Selbst(ständig) ist die Frau: Kiezspaziergang mit Catherina Pieroth-Manelli

Im Rahmen des diesjährigen Frauenmärzes haben wir unter dem Motto „Selbst(ständig) ist die Frau“ zusammen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern Unternehmerinnen im Kiez besucht.

Los ging es beiBarbaras Küche, gegründet von Barbara Kappel-Weber. Gemeinsam mit ihren zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreibt Barbara ein Gastronomie-Unternehmen, das Märkte und Veranstaltungen mit hausgemachten Köstlichkeiten versorgt. Viel Wert legt sie auf regionale Herkunft und nach Möglichkeit Bio-Qualität der Zutaten.

Frauenspaziergang - Barbaras Küche

Barbaras Küche

Nächste Station des Spaziergangs war das sardische Restaurant Marcello”,  das Anne Palmas, Mutter von fünf Kindern, zusammen mit ihrem Mann Marcello führt. Die Miete, die sie für das Ladenlokal seit neun Jahren bezahlen, sei noch vertretbar, und dennoch spüre man deutlich, dass die Mieterstruktur auch hier im Kiez immer homogener werde. Die Teilnehmenden diskutierten mit Catherina Pieroth-Manelli ein Modell für einen besseren Schutz für gewerbliche Mieterinnen und Mieter, die kulturelle oder soziale Inhalte anbieten.

Frauenspaziergang - Marcello

Restaurant „Marcello”

Der dritte Stopp fand bei der „Kleiderbörse“ in der Kärntner Straße statt. Hier verkauft Heidrun Tonn aktuelle Damenmode aus Zweiter Hand. Laufkundschaft gebe es wenig, ihrer Meinung nach v.a. aufgrund der Busspur auf der Haupstraße, die die Parkgelegenheiten für Kunden einschränkt. Zudem sei spürbar, dass vielen Menschen im Kiez schlicht das Geld für Shopping fehle. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Tempelhof-Schöneberg, Rainer Penk, wies auf die Bemühungen der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg hin, die Busspur in die Mitte der Fahrbahn zu verlegen.

Der letzte Besuch führte zum Copy-Shop auf der Hauptstraße. Cécile Franke-Sager führt seit zwölf Jahren das Geschäft. Das Unternehmen hat sich auf das Auffüllen von Druckerpatronen spezialisiert, was nachhaltiger und ressourcenschonender ist als der Kauf neuer Patronen.

Frauenspaziergang - Copy-Shop

Copy-Shop auf der Hauptstraße.

Zum Schluss wurde die umtriebige Gruppe von Martina Zander-Rade, der stellvertretenden BVV-Vorsitzenden und Spitzenkandidatin der Tempelhof-Schöneberger Grünen, herzlich zu einer Führung durch das Rathaus Schöneberg begrüßt. Ein Blick in den Goldenen Saal und vom „Kennedy Balkon“ rundeten den Spaziergang ab.


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3 Kommentare

  1. Brigitte

    Interessant das immer die Busspur als Begründung für weniger Kundschaft herangezogen wird. Als ob Kunden nicht auch per Bus, Fahrrad oder gar zu Fuß die Läden aufsuchen würden? Das Problem ist meines Erachtens eher die soziale Struktur des Viertels und die Lage an sich. Hier flaniert man nicht und richtet seinen Blick nach rechts und links sondern stur geradehaus. Die Gegend um den Innsbrucker Platz ist einfach hässlich und nur in den Seitenstraßen macht es Spaß neues zu entdecken.

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    • Catherina

      Ich bin da ganz deiner Meinung, wohne auch nicht weit weg und bin zu Fuß, mit dem Bus oder dem Fahrrad und Einkaufstüten 😉 unterwegs. Trotzdem müssen wir uns für die Hauptstr.- Martin-Luther etwas einfallen lassen und damit den „Innsi“ auch besser gestalten.

      mit besten Grüßen und Danke für deinen Kommentar.
      Catherina Pieroth-Manelli

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