Großes Interesse an Geburtshilfe

Wie kann eine gute Versorgung rund um die Geburt gestaltet werden? Darüber gab es Anfang Februar eine lebhafte Diskussion im Berliner Abgeordnetenhaus auf Einladung von Catherina Pieroth. Es waren mehrere Gäste eingeladen, die durch ihre tägliche Arbeit ganz unterschiedliche Blickwinkel auf Geburtshilfe haben. Eingeladen waren:

  • Dr. Sina Bärwolff, Leiterin Gesundheitsamt, Bezirk Tempelhof-Schöneberg
  • Prof. Dr. Christoph Bührer, Direktor Klinik für Neonatologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • PD Dr. Mandy Mangler, Chefärztin Gynäkologie, Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
  • Susanna Rinne-Wolf, 1. Vorsitzende, Berliner Hebammenverband
  • Marianne Burkert-Eulitz, MdA, Sprecherin für Familie, Bildung und Kinder, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin
  • Anja Kofbinger, MdA, Sprecherin für Frauen-, Gleichstellungs- und Queerpolitik, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin

Unter großem Publikumsinteresse (es waren etwa 80 Interessierte gekommen) wurde über die reine Geburtshilfe hinaus gedacht und deutlich, dass auch in vielen anderen Bereichen enormer Handlungsbedarf besteht. Die anderen Baustellen sind nicht nur die Hebammenversorgung vor und nach der Geburt, sondern auch damit entfernter verbundene Themen: zu wenig Erzieher*innen, Personalmangel im Jugendamt, Personalmangel im Gesundheitsamt, zu wenig Familienhebammen, zu wenig Kita-Plätze, zu wenig familientaugliche Wohnungen usw. Überall besteht ein großer Bedarf. Leider sind anderthalb Jahre rot-rot-grüne Regierung zu kurz, um all diese aufgestauten Probleme zu lösen.

Es wurde deutlich, dass in diesem Bereich ein großer Personalmangel herrscht, der v.a. durch schlechte Arbeitsbedingungen zustande gekommen ist. Der Runde Tisch zur Geburtshilfe der Senatsverwaltung hat hier schon erste gute Ergebnisse entwickelt – wir werden diesen Prozess weiter eng und kritisch begleiten, um eine gute Geburtshilfe in Berlin zu gewährleisten. Ebenfalls werden die Ausbildung und die Arbeitsbedingungen der Hebammen und Entbindungspfleger in Zukunft ein Thema bleiben.

 


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